Streetphotography … erster Versuch …

Wie bei jedem neuen Genre sind diese ersten Schritte sicherlich nicht atemberaubend und spektakulär – aber ich will mich verstärkt diesem Thema widmen – vielleicht auch – um neben all den Handy- und Tablet-Knipsern in den Städten selber ein wenig vom HEUTE dokumentieren zu können …

Eine selbst auferlegte Einschränkung: ich möchte die Aufnahmen alle mit dem unauffälligen „Pancake-Objektiv“ Canon EF 40mm 1:2.8 STM – einer Festbrennweite – anfertigen.

2 Gedanken zu “Streetphotography … erster Versuch …

  1. Hallo Herr Müller;

    ja jeder Anfang ist mit etwas Mühe verbunden und braucht seine Zeit. Bei manchen mehr, bei anderen weniger. Bei ihnen um Einiges weniger 🙂
    Sie sind ja ein wirklicher Profi!! Ihre Aufnahmen sind wirklich Top. Ich beschäftige mich schon seit geraumer Zeit mit Steet-Fotografie und bin eben auch schon lange am überlegen ob ich mir wirklich noch eine neue Kamera zulegen sollte, z.B. eine Olympus OM-D E-M1, 5 oder 10, oder eben mit meiner 5DMk2 und einem Pancake weiter machen soll. Aber die Leute sind teils sehr schreckhaft wenn jemand mit so einer grossen Cam auf einen geziehlt wird. Auch denke ich sollte die Linse eher kleiner sein, so ein 12-24er oder ein 17 mm.

    Street-Fotografie sollte eigentlich nicht unbedingt auffallen und auch der Winkel kann mal ganz anders sein, wenn man so ein Klappdisplay hat. Man ist dann ev. auch unbeobachtet wenn man ins Display guckt…
    Auch in Sachen Schnelligkeit sollte die Cam eher klein sein, dafür jedoch sehr zuverlässig und handlich, da es eben auch mal sehr schnell gehen soll…

    Mein momentanes Vorbild in Sachen Street ist Thomas Leuthard „http://thomas.leuthard.photography“.

    Mich würde vor allem interessieren wie Sie darüber denken.

    Schöne Grüsse
    Res Spadin

    • Hallo Res,

      vielen lieben Dank für Dein Feedback. Leider gibt es nicht viele Besucher, die sich auch zu dem äußern, was sie sehen. Du bist da eine der wenigen Ausnahmen.

      Zum Thema:

      Ich habe mich, bevor ich mich dem Thema Streetphotography praktisch gewidmet habe auch gelesen – hierbei kommt man an den frei verfügbaren Ebooks/PDFs von Thomas Leuthard wohl kaum vorbei („Street Faces“, „Going Candid“, „ollecting Souls“, „Street Fotografie – Waschanleitung“).
      Ich habe mir auch die DVD „Video2Brain – Street Photography“ von und mit Thomas Leuthard (moderiert von Calvin Hollywood) geleistet.

      Es gibt derzeit wohl kaum einen anderen im deutschsprachigen Raum, der mit dem Thema so unverkrampft und offen umgeht wie Thomas Leuthard, so präsent ist und seine Erkenntnisse so offen teilt wie er …

      Andererseites ist er mir auch (was er für seine Art der Fotografier als zwingend notwendig beschreibt) zu respektlos, um an seine Bilder zu kommen – gerade seine sehr nahen Portraits – so intensiv sie auch sein mögen – greifen doch recht intensiv in die Privatsphäre der Abgebildeten ein.
      Eine Straßenszene im Zusammenhang zu fotografieren (was mittlerweile zu Tausenden per Handy täglich passiert und ungefragt im Netz landet) ist etwas anderes, als einzelne Menschen ungefragt NAH zu portraitieren (auch wenn es diese Art der Fotografie deswegen nicht legitimiert) …
      So reizvoll, schön und intensiv die Resultate von CloseUps interessanter Physiognomien anderer, unbekannter Menschen auch sein mögen – aber diese (ungefragte, nicht erwünschte) Art der Fotografie liegt für mich auf jeden Fall jenseits einer virtuellen Linie der Intimsphäre des jeweiligen abgebildeten Menschen …

      Zur Technik:

      Ich beabsichtige keinesfalls das Kameramodell zu wechseln – man muss sich blind damit auskennen, um schnell zu sein und auch die Kamera muss professionell sein, um schnell zu sein – da mag ich mich nicht auf ein kleineres (unauffälligeres) Modell zu beschränken, die dann zu lange zum Fokussieren braucht (klar könnte man auch mit manuellem Fokus arbeiten – aber das ist für mich kein Thema). Die Canon 5D MkI/II/III hat zwar keinen Klappbildschirm, aber sie hat auch keinen integrierten Hochformatgriff, wie die 1er-Serie und ist damit schon mal nicht so auffällig wie das HighEnd-Modell der Canon-DSLR-Serie.

      Ein neues Objektiv hingegen sollte es schon sein – warum?
      Ich wollte meiner Fotografie einen neuen Schwung verpassen – was ich meist mit neuer Technik mache (was schon mal eine falsche Herangehensweise ist, was mir bewusst ist). Ich habe mir auferlegt, DIESE Fotos ausschließlich mit der neuen Optik zu machen.

      Dazu wollte ich ein unauffälliges (!!), puristisches Objektiv (Festbrennweite), welches mich den Bildausschnitt nur durch Standortveränderung wählen lässt und möglichst unprofessionell aussieht (damit man kein Misstrauen erzeugt). KEIN Rohr, KEIN „weiß“ – eben was Unscheinbares …

      Die letzte beiden Faktoren für eine Auswahl waren: es sollte irgendwo zwischen Weitwinkel und Normal liegen und nicht zu teuer sein.

      Da kam mir das 40er-Pan-Cake gerade recht … für 134,- EUR als „gutes Gegbrauchtes“ bei Amazon (es ist wirklich in einem ladenneuen Zustand) …

      Es ist recht schnell, es ist leise, es ist preiswert – und für DEN Zweck passt es gut … es ist KEIN Portrait-Objektiv, aber auch kein Objektiv, welches Menschen ZU verzerrt darstellt, wie es eine Weitwinkeloptik tun würde …

      Ja – und an dieser Stelle bin ich nun – mal sehen wie es weitergeht … Wetter, Uhrzeit, Situationen werden andere Bilder bringen – nur man muss sich dafür Zeit nehmen, was für Portraitshootings schon zur Selbstverständlichkeit geworden ist, muss für ein solches „Unternehmen“ auch etabliert werden.

      Beste Grüße sendet
      Lars Müller

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